Achterbahn der Gefühle

1 Woche
Ich wachte am ersten morgen um halb sechs auf und war überrascht so gut geschlafen zu haben. Bin aber noch liegen geblieben, um meine Zimmer Mitbewohnerin nicht zu wecken und aktivierte meinen neuen Handyvertrag. Ich bin in einem Haus, in dem immer Wohnungen mit Wohnzimmer, Bad und zwei Schlafzimmer sind, in denen jeweils zwei Personen in einem Schlafzimmer untergebracht sind. Meine Zimmergenossin kommt aus Schweden und ist seit Januar da, sie bleibt auch noch bis Juni und kann sehr gut Englisch sprechen. Vom anderen Schlafzimmer, die mit uns die restlichen Räume Teilen, ist eine Französin und eine Japanerin. Die Französin arbeitet in der Schweiz und kann mit mir Deutsch reden. Das machte mich schon etwas entspannter, wenigstens jemand der mir zu Not helfen kann. Der erste Tag war es am regnen und einfach nur übertrieben kalt. Bei der Begrüßung waren alle am erfrieren. Wir erkundetet mit einem Bus von EF San Diego. Ich bin aus allen Wolken gefallen, beim einsteigen. Er war mit Ledersitzen ausgestattet die zueinander zeigten. In der Mitte war eine Pole dancestange, was für ein Partybus. Wir waren aber einfach nur am schlottern, noch ziemlich müde und erschlagen. San Diego sah ganz schön aus, wir waren am Hafen neben dem Navimuseum, am Pazifik Beach, führen an Down Town und das Glaslamp Quater vorbei. Nach der kleinen Rundfahrt hatten wir Mittagessen in der Mensa. Was das einzige Haus ist, das stabile aussieht und grießige Glassfronten hat. Das Essen ist ganz ok, es gibt Reis oder Nudeln mit verschieden Gemüse und Fleisch. Man kann sich an der Salatbar bedienen und hat eine riesige Getränke Auswahl.


Bei der Klassenverteilung lernte ich die anderen besser kennen, es sind noch vier Schweizerinnen angekommen, drei Deutscher davon einer aus der nahe Stuttgarts , Argentinien, Italien… Die komplette Einführung in die Campusregeln waren in Englisch. Ich war als einzige im Anfängerkurs, sodass ich immer Schule habe, wenn die anderen frei haben. Das ist so nervig! Die Französin Anais von meinem Zimmer und die drei Jungs aus Deutschland wollten mit mir zusammen ein Auto nehmen. Plötzlich war nochmal ein Italiener Vito mit im Boot. Da die zwei Jungs nicht über 21 sind, sind nur wir anderen zum Auto holen. Vito und Marius suchten sich ein Auto aus, dann gingen die Diskussionen los. Vito wollte das Auto bis San Franzisco fahren und im war es zu teuer. Darum meinte er zum Autovermieter, seinem Mitbewohner war bei einem anderen Autovermieter und kann für den Preis überall hinfahren. Er machte mit dem Autovermieter aus, das wir das Auto wo anders nehmen. Dabei übersah er das wir nicht mehr nach Hause kommen, da es bereits 18 Uhr war und der andere Autovermieter geschlossen hat. Nach langem verhandeln nahmen wir ein Auto, was sich für mich später als schlecht raus stellte. Es können nur Vito und Marius fahren und ich hab ja immer andere Uhrzeiten. Bei dem anderen Autovermieter können alle fahren. Beim nächsten Monat holen wir uns wo anders ein Auto. Ich ärgerte mich das wir gleich am ersten Tag ein Auto holten, ich hätte ja noch gewartet, aber hatte angst das dann alle schon eins haben. Naja wird schon irgendwie gehen.
Mein Erster Schultag war ein schock, ich dachte ja das wir ganz am Anfang starten. Nichts da, wir haben direkt los gelegt mit Grammatik. Ich war etwas überfordert und dachte nur was soll das werden, so lern ich ja nie was. Meine Klasse ist auch mega seltsam, es sind viele Japaner und deren Aussprache ist so schlecht. Ich versteh sie überhaupt nicht. Der Rest kommt aus Brasilien, Arabischen Länder und zwei aus der Schweiz. Sie sind alle ziemlich jung und nur Vito kenne ich bereits. Ein Mann aus meinem Kurs, geht mir so auf die nerven, er ist der Klassenclown und braucht immer Aufmerksamkeit.
Am Mittag wurde es zum Glück wärmer, ich war seit der Ankunft am frieren. Die Sonne war da und am Pool war es heiß. Ich telefonierte das erste mal mit meiner Mutter. Sie meinte gleich, das hört sich so nah an, als ob du gar nicht so weit weg bist.  Bis zum Abend kamen einige Leute an den Pool, ich zwang mich dazu zu gehen und zumindest dabei zu sitzen. Es ist ganz gut wenn ich bisschen Englisch lausche. Am Abend hatte ich Sonnenbrand im Gesicht und am Po. Der Wind ließ einen frieren, weshalb man die Sonne nicht so merkte.
Mit einer kleinen Gruppe wollten wir am Abend ein bisschen am Campus Bier trinken, da das aber verboten ist, kam die Camoussegureti und schüttete alles aus. Am nächste Tag mussten wir unsere Studentenpasse abholen und es würde uns gesagt das Trinken am Campus 75 Dollar kostet und sich bei jedem mal verdoppelt. Nach vier Verstößen muss man den Campus verlassen. Für das Geld fahr lieber in die Stadt, wie heftig. Naja mit 25 Jahren ist das schon bitter, das man nicht mal Bier trinken darf. Mittwoch Abend wollten wir zur Movenight aber es tauchte niemand mit einem Film auf, was anscheinend normal wäre. Deshalb spielten wir Tischtennis im Studentenaufenthaltsraum.
Donnerstag wollte ich mit Vito und Monika (Schweizerin) an den Strand, aber Vito musste das Auto von seinem Mitbewohner weg bringen. Er wollte mich überreden das ich mit unserem Auto fahre. Da ich aber nicht in der Versicherung stehen, wehrte ich ihn ab. In der USA ist das nicht so entspannt wie in Italien. Vito meinte darauf, die Deutschen wieder. Naja ich fahr hier lieber nicht ohne Versicherung, bei den Klagen die es hier gibt. Da kann man sogar vor Gericht recht bekommen und eine Mikrowellenfirma verklagen, wenn man seine Katze darin trocknen wollte. Da fahr ich doch kein Auto ohne das ich es darf.
Weshalb wir dann nichts machen konnten. Vito und Monika waren 2 ½ Stunden unterwegs um das Auto weg zu bringen. Mich ärgerte Vito so, weil er das Auto auch um 11.30Uhr mit Marius weg gebracht haben könnte. Daran hat er aber nicht gedacht, so saß ich auf meinem Zimmer und räumte auf, schaute Youtubevideos und schrieb in mein Reisetagebuch. Es ist echt nervig das ich immer alleine bin, wenn die anderen in der Schule sind. Es gibt aber zum Glück eine MyEF- app bei der es Schulaktivitäten gibt die man buchen kann. Ich will nächste Woche über EF an den Strand. Dann muss ich eben unter der Woche ein bisschen was alleine machen und am Wochenende mit den anderen.
Freitag Abend sind Marius (Deutscher), Henrik (Deutscher), Anais (Französin) und ich mit dem Auto in eine typische Bar und haben bisschen was gegessen und getrunken. Wir saßen draußen und genossen den Blick zu Bar. Der Barkeeper war ein echtes Unikat, ein Bär von einem Mann mit Tattoos und Bart. Wir beachtetet die Menschen in der Bar und unterhielten uns über Berlin und Paris. Da wir aber am Wochenende in die Stadt wollten, sind wir nach einen Trink wieder nach Hause.
Anais und ich schlossen uns den Schweizerinnen an, die wollten in ein Outlet. Mein erstes Outlet in der USA, Las Amerika. Es gab zu meiner Freude ein Nike Story, in dem ich mir neue Schuhe kaufte. Nach langen Gewissenbissen gönnte ich mir eine Tasche bei Cavin Klein, dort war alles auf 25 oder 40% reduziert. Da wir erst am Mittag los sind, war die Zeit nicht so lange. Aber das war wahrscheinlich besser so, beim ersten Outlet, will man immer noch so viel kaufen und danach sieht man wo anders besseres. Ich versuchte wirklich zu überlegen ob ich es wirklich will oder lieber warte. Am Abend machten wir uns für die Disko zurecht, kamen aber recht spät los. Die Straße auf der wir aussiegen, war die Hölle los. Wir gingen ins Cake, was nicht schlecht war, aber ziemlich überfüllt. Alle waren überfordert mit den neuen Eindrücken. Die Musik war auf den Punkt und ich liebte es sofort. Wie ich erwartet wurden wir alle um 2 aus dem Club geworfen. Die anderen Mädels wussten nicht das in der USA die Clubs so früh schließen und waren total schockiert. Es war auch seltsam, die ganze Straße wurde gesperrt, die Polizei stand überall. Wir beobachten das treiben und wussten gar nicht recht wo hin. Die anderen EF Studenten waren so betrunken, vor allem die Männer waren total am flirten. Mein Uberaccount funktionierte nicht, ich hatte wohl einen Zahlendreher beim speichern meiner Visakartendaten. Also standen wir ewig an der Straße bis alle kapierten das wir zu fünft nicht in ein Uber vor der Polizei können. Ein paar Straßen weiter konnte Nikol das dritte Uber für den Abend bestellen, weil die anderen storniert wurden. Die anderen Uber hatten uns in dem Chaos mit der Polizei nicht gefunden und wir hatten kein Handyempfang um zu telefonieren. Das dritte Uber wollte uns zu fünf nicht mit nehmen, wir mussten ein Großraum bestellen, zum Glück konnte Nikol ein viertes mal bestellen. Ich könnte mit der Visa nicht zahlen, Monika und Tamaris hatte kein Netz und Anais kein Handy. Es war so Nervenaufreibend heim zu kommen. Nur Nikol und ich gaben uns Mühe die anderen waren am quatschen und hörten nicht auf uns. Wir erklärten ihnen mehrmals das die Straße gesperrt ist und als das erste Uber kam. Dann beim zweiten merkte ich das wir nicht vor der Polizei zu fünft ins Auto konnten, aber die anderen hörten uns gar nicht zu. Sowas kann ich gar nicht leiden. Nikol hatte auch Schwierigkeiten mit dem Empfang und ich dachte schon wir kommen nie heim. Ich find das in einer fremden Stadt immer etwas beklemmend. Naja wir haben es ja dann beim vierten Uber geschafft. Die Rechnung war aber auch heftig 99 Dollar, abgezockt. Da Zeitumstellung war, waren wir um halb fünf zu Hause.


Am nächsten Tag sind in ein Jem (Fitnesscenter) in Downtown. Es war ganz spannend die Leute zu beobachten, aber ich trainier lieber im Pavi, da ist alles vertraut. Ich hab mir eine 2 l Flasche gekauft, um in der Mensa Trinken abzufüllen, da Wasser auch ziemlich teuer ist. Abends sind wir nur waschen und ich habe mit meinem Vater telefoniert. Die erste Woche war eine Achterbahn fahrt. Ich hab das Gefühl das ich in der Schule kein Englisch lerne. Mich nervte die Schule und ich hatte das Gefühl das es mir nichts bring, dann machte ich Hausaufgaben und verstand fast jedes Wort. Das Wetter war zu beginn so schlecht, darauf war man gar nicht eingestellt. Es ist anstrengend alles ab zu sprechen und die Autositution nervt. Dafür war das Outlook Schoppen super und das Wetter soll nächste Woche besser werden. Ich hab beim essen rausgefunden was mir schmeckt. Ich hab echt Glück das ich die Schweizermädels kenne, jetzt sind wir schon eine fünfer Gruppe. Erste Woche ist gemeistert, ich hab mich an mein Zimmer gewöhnt und find es jetzt auch echt niedlich. Alles in allem es ist eine Achterbahnfahrt, jede Tag aufs neue!

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