Vollgequetscht

2 Woche

Der erste Montag der neuen Woche in meiner neuen Stadt San Diego begann gleich spannend. Anais und ich sind zum Hockeyspiel nach LA gefahren. Ich freute mich so auf meine erste Sportveranstaltung. Schon allein die erste Fahrt nach LA ist ein geiles Gefühl. Auf der Fahrt sah man die ganzen Schilder, New Beach, Laguna Beach und Venice Beach. Ich freu mich schon darauf, das Ganze mit meiner Freundin ab zu fahren und alles zu erkunden. Vor dem Spiel sind wir ins Hooters essen, das ist eine bekannte Fastfoodkette, in der die Damen sehr knapp und sexy angezogen sind. Mein erster Burger außerhalb der Schulmensa, war ganz lecker. Wir waren aber etwas unter Zeitdruck, da das Spiel bald beginnen würde. Wir saßen in der letzten Reihe, am Anfang fand ich das echt scheiße, aber zum Bilder und Videos machen war es perfekt. Ich hatte es geschafft, meine Kamera mit zum Spiel zu nehmen und konnte daher super Bilder machen. Das Spiel war echt crazy, die Amis spinnen. Was die für eine heftige Show aus einem Sportevent machen, ist einfach heftig. Riesen Fernsehbildschirme, Lichter- Musikshow, Frauen, die das Eis glätten…. Aus dem Fernsehen kannte ich die Liveübertragungen aus dem Publikum.


Am Dienstag bin ich das erste Mal mit dem EF-SATTLE zur Old Town gefahren, das ist ein Angebot, das umsonst ist. Old Town ist ein Historie Park, der einen an die Cowboys Zeit erinnert. Es gibt Museen, die wie Salons aussehen und ganz süße Läden. Ich war so begeistert und glücklich diesen Ausflug zu machen. Wir hatten eine kleine Aufgabe, mit bestimmten Gegenstände oder Personen Fotos zu machen. An diesem Tag war es endlich warm und richtig sonnig. Ich hab mich in die weißen Totenköpfe verliebt, durch meine Arbeit als Physiotherapeutin mag ich diese Dekoration. Die Mitarbeiter waren zum Teil in Verkleidungen, was das Feeling noch verstärkte. Es war ein super Nachmittag und ich kann es nur empfehlen. Am besten hat mir der Süßigkeitenladen gefallen, in dem alles so bunt war. Ich hatte sofort das Gefühl, ein Kind aus der früheren Zeit zu sein.


Mittwoch früh bin ich zum Pazifik Beach und hab Handyladen aufgesucht, der mir empfohlen worden war. Ich wollte unbedingt ein neues Handy und das ziemlich am Anfang. Mein Handy gibt so langsam den Geist auf, es hat manchmal so komisch Lichtstrahlen und durch den Riss an der Selfiekamera ist immer ein Lichtstreifen auf Selfies. Doch der Preis für das neue Samsung ist fast gleich wie in Deutschland, ich war mir so unsicher. Da ich aber keine Möglichkeit habe, alle Handyläden abzuklappern, entschied ich mich dafür. Sie bestellten das Handy und wollen mich dann anrufen , wenn es da ist. Durch Zufall traf ich eine Deutsche, die gerade mit dem Reisen begonnen hat. Wir tauschten Nummern, um eventuell gemeinsam von New York nach Miami zu reisen. Wir haben so etwa die gleiche Route vor abzureisen und sie ist auch alleine unterwegs. Ich hatte echt schon Kopfzerbrechen, weil ich allein reisen wollte. Naja, da zeigt sich mein Lebensmotto:“ Everything happens for a reason.“ Ich bin danach noch in einen Strandshop, da ich unbedingt diesen bekannten Califonienpulli haben wollte. Ich hatte mir extra ein Screenshot von einer Bloggerin gemacht, die ihn trägt. Die Dame dort hatte ihn aber nur in schwarz und ließ in extra in rot kommen. Als ich ihn hatte, war ich nicht so begeistert. Auf dem Bild sieht er mehr weinrot aus und den ich vor mir hatte, war so knallrot. Doch ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil sie ihn extra geholt hat. Ich konnte ihn nicht nicht nehmen. Das ist eine Schwäche von mir und total dämlich, hinterher hab ich mich mega geärgert. Ich hatte leider nicht mehr so viel Zeit am Strand und machte noch ein paar Bilder und genoss den Blick. Ich bin mit dem Shuttle unterwegs und der Fahrer Todd kommt immer zu spät, dieses Mal war ich die einzige, die diese Aktivitäten gebucht hatte. Er schrieb mir, dass er 15 Min später kommen würde, am Ende kamen wir aber 45Min später los. Ich hasse das unendlich, da ich dadurch nur noch 1.30 Stunde Zeit hatte, bevor die Rückfahrt zur Schule war. An der Schule hatte ich ein emotional Tief. Ich ärgerte mich über den Pulli und dass ich so schnell im ersten Laden ein Handy genommen hatte. Deshalb rief ich meine Schwester an und tankte etwas Aufmunterung. Abends ging es zum San Patrick Day den wir seltsamer weiße, einen Abend zu früh feierten. Der Partybus ist mega cool, aber die Klimaanlage war zu heftig. Die Musik war super und die Leute gut drauf. Ich tanzte eigentlich fast den Abend durch.
Am Donnerstag hatte ich morgens Schule, langsam gewöhn ich mich ein. Ich mag aber meine Klasse nicht so. Es ist so schwierig, die Araber und Japaner zu verstehen, da ihre Aussprache so schlecht ist. Dazu kommt, dass die meisten noch so jung sind. Wir haben auch einen Klassenclown , der dauernd Kontakt und Aufmerksamkeit von unserer Lehrerin einfordert. Es ist einfach anstrengend. Am Nachmittag suchte ich den Pool auf, um mich zu bräunen. Es ist schon Luxus, zwei Pools zu haben – auch, wenn sie nicht so sauber sind. Am Abend wollte ich am Strand joggen, das hatte ich schon so lange vor, aber es hatte damals in Thailand nicht geklappt, weil es immer so früh dunkel wurde. Ich fragte die Jungs, mit denen wir uns das Auto teilen. Da sie den Sonnenuntergang beobachten wollten, sind wir an den Strand. Doch nachdem Henrik meinte, das ich in 15 Min wieder da sein soll, dachte ich: Wegen 15 min. laufe ich nicht los – da bin ich ja gerade mal warm. Also dachte ich mir, mach keinen Stress und lauf am Campus. Marius schlug vor, noch was zu trinken. Wir fanden eine Minigolfanlage. Ich machte den Schiedsrichter und hatte sehr viel Spaß. Am Anfang hatten sie weder Glück noch Erfolg und so trainierte ich zumindest meine Bauchmuskeln vor Lachen.

Den nächsten Tag schlief ich etwas länger und telefonierte mit meiner Schwester und skypte mit Tine. Mein Unterricht begann kurz vor dem Essen und endete vor dem Abendessen. Es ist echt nervig immer dann Schule zu haben, wenn meine Bekannten aus haben. Dadurch kann ich vieles nicht mitmachen. Freitag Abend sind wir Zuhause geblieben, da wir am nächsten Tag um 7 Uhr nach Los Angeles aufbrachen. Ich hatte meinen Wecker falsch gestellt, weil ich vergessen habe ‚am‘ anzuklicken – er hatte sich Mitte der Woche auf die USA Zeit umgestellt. Ich hab das nicht bemerkt und so war er auf abends ‚pm‘ eingeschaltet. Anais weckte mich etwas zu spät, aber die anderen warteten. Bei Starbucks gab es erst mal Kaffee und Frühstück. Ich bin mir nicht so sicher, was ich von Disneyland halte. Ich wollte es unbedingt einmal sehen, auch wenn ich wusste, dass es eigentlich mehr für Kinder ist. Ich liebe die Disneyfilme und als Kinder haben wir die so oft angeschaut. Sie haben einfach ihre eigene Faszination und lassen Kinderaugen leuchten. Wir haben zwei Fahrten (Achterbahn/Findet Nemo Schifffahrt) gemacht und die sind wirklich nur für Kinder gedacht. Es ist nichts besonders schnell und man steht auch ewig an. Doch ich fand die kleinen Boutiquen und Häuser so süß. Man ist richtig in der Disneywelt und die Menschen, die dort arbeiten, sind so wunderschön verkleidet und geschminkt. Die Prinzessinnen von Cinderella, Schneewittchen und Co. sehen alle so zerbrechlich und unglaublich hübsch aus. Das Beste war der Umzug, bei dem sie sich echt Mühe geben. Es ist faszinierend mitanzuschauen, wie die ganzen Darsteller posen und so richtig die Disneybewegen ausführen mit winken, überrascht schauen, geschmeichelt sein. Das ist wirklich wie im Film und kommt ohne Worte total rüber. Wir waren auch in einer 20 Min Vorstellung, was sehr zu empfehlen ist. Also mein Fazit im Nachhinein ist, ich find, wenn man die Filme liebt, sollte man sich das ganze einmal anschauen. Der Preis ist mit 119$ echt heftig, wobei es im Internet im Vorverkauf günstiger ist. Ich würde jetzt nicht nochmal hin, erst wenn ich ein Kind habe. Als Erwachsener reicht einmal durchgelaufen zu sein und den Umzug zu sehen. Ich durfte nochmal Kind sein und das war echt schön. Ich muss mir Zuhause mal wieder ein paar Disneyfilme anschauen, wobei ich die neuen nicht so toll finde. Die Kinder lieben ja gerade so den Film: „Die Eiskönigin-völlig unverfroren“ aber ich finde die alten Filme viel schöner gemacht. Herr Disney hat echt schöne Dinge erschaffen, Respekt.
Wir haben uns ein Airbnb gemietet und sind nach Disneyland direkt dorthin, um einzuchecken. Das war echt groß mit zwei Zimmern, zwei Bädern und Wohnbereich mit offener Küche. Nach dem Pizzaessen haben wir noch ein paar Spiele gemacht und sind müde aber glücklich ins Bett.


Am nächsten Tag haben wir ausgeschlafen und dann ausgecheckt. Wir sind beim Ihop essen, was eine Frühstückskette ist, bei der man den ganzen Tag Frühstück bekommt. Es war bereits 12 Uhr als wir einen Tisch hatten. Ich kann das essen aber nur empfehlen, es ist viel und nicht so teuer. Ich hatte das erste Mal wieder Nutella, ich hätte mich reinlegen können. (Hab später eins im Supermarkt gekauft, das ich immer mit zur Mesa nehme.) Dann ging es zum Hollywood Walk of Fame. Das mit dem Parkplatz gestaltete sich als schwierig. Ich googelte nach Tipps und schließlich parkten wir günstig direkt beim Walk of Fame beim Theater (Chinesisches Theater,6801 Hollywood Blvd, ca.2 St.-10$) Ich freute mich total endlich dorthin zu gehen. Für mich persönlich war es zu kurz, die Mädels waren ziemlich schnell und wollten dann zum Hollywoodzeichen. Ich dachte nur, das mach ich mit Tine und schau mir dann alles in Ruhe an. Um das Hollywood Zeichen zu sehen sind wir zum Griffith Observatory gefahren und haben am Straßenrand geparkt. Den Rest sind wir zu Fuß gegangen und haben uns durchgefragt, wo man es am besten sieht. Da der Tag aber ziemlich neblig war, haben wir nicht so gute Fotos machen können. Wir warteten bis zum Sonnenuntergang und machten super Bilder. Ich hab mich wirklich in LA verliebt. Ich find die Stadt hat einfach einen Flair. Ich find, es ist schon was tolles dieses Zeichen mal zu sehen und von einem Berg über die Stadt zu schauen. Vielleicht mach ich einen Helikopterflug über LA, eigentlich wollte ich das über dem Grand Canyon machen. Die Heimfahrt war eher ruhig, wir holten bei der Tanke etwas zum Essen. Das Wochenende hat sich echt gelohnt. Die Woche war so vollgepackt mit Erlebnissen, dass ich mich schon auf die nächste freu. Am meisten hab ich mich gefreut, einfach in LA unterwegs gewesen zu sein. An dem Tag träumte ich noch von Stars und Sternchen.

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