Crazy Las Vegas

3 Woche

Jetzt beginnt wieder etwas Alltag, man hat sich an das Zimmer und die Essenzeiten gewohnt. Man verläuft sich nicht mehr am Campus. Trotz allem entdeckt man immer wieder Neues. Montags schlief ich lange und lernte dann noch Vokabeln vor dem Unterricht. Es sind Ferien für die Schüler, die ein halbes Jahr bei EF sind. Deshalb ist der Unterricht etwas anders, da meine Lehrerin ebenfalls Ferien hat. Meine neue Lehrerin heißt Miss Germany, was mich immer an Misswahlen erinnert. Das war der erste Unterricht, den ich mal gut fand. Sie arbeitet mit Bildern und machte viele Spiele, damit wir uns die Vokabeln besser merken. Die anderen Schüler mochten sie nicht, da sie sehr streng ist. Mir hat das wiederum gefallen, da mir das Gequatsche und Rumalbern meiner Mitschüler auf den Nerv geht. Die Schüler sind eben zum Teil sehr jung und aus anderen Kulturen.

Dienstag ging es nach der Schule los zu meiner zweiten Sportveranstaltung. Ein Basketballspiel der Lakers in Los Angeles. Diesmal haben wir uns Mittagessen gemacht, um direkt in den Fanshop zu gehen und vor Ort mehr Zeit zu haben. Ich fand von der Stimmung das Hockeyspiel mitreißender. Die Menschen sind viel mehr aufgesprungen, haben sich abgeklatschte und gefreut. Dieses Mal war es fast etwas langweilig, obwohl ich Basketball eigentlich interessanter finde als Hockey. Das Ganze ging aber so schnell vorbei, die Lakers gewannen ziemlich knapp. Ich find, die Show drum herum ist der eigentliche Spaß in der USA, wie die Menschen tanzen und sich küssen, wenn die Kamera kommt. Es ist so lustig, die Gesichter zu sehen, wenn sie merken, dass sie vorne auf der Leinwand zu sehen sind. Ich saß neben einem Mann, der aus einer anderen Sprachschule mitgekommen war. Ich dachte nur, hoffentlich kommt nicht die Kamera zu uns. Es gibt immer Themen, wenn das Herz kommt, soll man sich küssen. Hatte Glück, wobei es auch witzig wäre auf den Fernsehbildschirmen zu sein.


Weil ich am Abend zu wenig Wasser getrunken hatte, hatte ich den ganzen Morgen Kopfweh und verbrachte die Zeit auf meinem Zimmer, bis ich Unterricht hatte. Mittwoch buchten ich die Reise nach Las Vegas fürs Wochenende. Darum bin ich mit den anderen Mädels am Abend zum Einkaufen. Tami brauchte noch Kleider zum Ausgehen, weshalb wir bei Marshalls waren. Dort gibt es sehr günstige Sachen, wie Tommy Hilfiger, Michael Kors, Calvin Klein… ich probierte zwar etwas an, aber kaufte nichts. Ich schaute auch nicht wirklich, da ich erst Richtung Ende der USA-Reise Klamotten shoppen wollte. Vor allem will ich erst mal in den Outlets schauen. Dann sind wir in den Taget um günstig Wasser, Alkohol und etwas Knapperzeug zu holen. Unser Veranstalter Adam hatte uns geraten alles mitzunehmen, da es in Las Vegas um einiges mehr kostet und Drinks bei Partys um die 20$ kosten. Eigentlich dürfen wir ja kein Alkohol auf dem Zimmer haben, aber vor der Abfahrt am Freitag wäre es zu knapp.

Am Donnerstagabend sind wir noch in die Mina Lounge in Glaslamp.(650 6th Ave, San Diego ) Ist eine der schönsten Shishabars in der ich je war. Die Shishas sind wirklich lecker und die Auswahl relativ groß.


Freitag früh war Abfahrt nach Las Vegas, 5 Stunden mit dem Bus durch die Wüste. Ich hatte einen meiner Koffer vollgestopft und kam mir mega bekloppt vor, weil ich so einen großen Koffer hatte. Ich kann mich aber immer nicht entscheiden was ich anziehen will, deshalb habe ich gern eine Auswahl. Dann habe ich noch 5 l Wasser dabei, Cola, eine Flasche Captain Morgan und Chips, außerdem hatte ich sonst ja keinen kleinen Koffer dabei. Ich hatte die Nacht davor beschissen geschlafen. Die Autos hupen immer, wenn sie abgeschlossen werden, dann ging mehrmals der Alarm von Autos los und neben mir war es in der Nacht sehr laut. Wahrscheinlich hat irgendjemand eine Party gefeiert.
Ich bin immer wieder überrascht, wie viele riesige Berge in den USA sind. Auf der Fahrt nach Las Vegas war die Natur ganz anders, als ich mir das vorgestellt habe. Es gab mal steinige Berge und dann wieder total grüne. Ein Pass den wir gefahren sind, sah alles aus, wie wenn ich in Dublin oder Osterreich wäre. Ich bekam es nicht in meinen Kopf, dass es hier so bergig ist. Ich dachte immer, dass es einfach eine flache Wüste wäre. Doch immer wieder kommen zum Teil riesige Berge. Ich war ganz fasziniert und beobachtete die Landschaft. Die meisten Männer im Bus tranken Alkohol und hörten laut Musik. Ich hatte überhaupt keine Lust zu trinken, irgendwie war mir immer wieder etwas übel. Beim Mittagessen musste bereits der Erste seinen Magen entleeren, anstatt ihn zu füllen. Grundsätzlich hatte ich da ja nichts dagegen zu trinken, aber dieses sinnlose Besaufen ist nicht meins. Was ich auch echt nervig fand, war das Anstacheln mit Kommentaren wie: „Du bist eine Pussy, wenn du nicht trinkst“ oder “Ich trink die halbe Flasche auf Ex, wenn du das und das machst…“.
Wir brauchten ewig, bis wir endlich in Las Vegas waren, da durch die Ferien sehr viele nach Las Vegas fahren und wir im Stau standen. Das erste, was wir besichtigten, war das Las Vegas Schild am Anfang des Strip. Wir machen ein Gruppenbild mit Elvis und dann ging es zum Hotel. Wir residierten im Luxor, was als Pyramide aufgemacht ist. Ich freute mich sehr, da ich es vom Gebäude echt schön finde. Anais und ich sind mit zwei anderen Schweizern ins Zimmer, wir hatten zwei Kingsize Betten. Es war ganz ok für zwei Nächte, nur leider hatten wir keinen Kühlschrank. Die erste Party war im Marquee (im Cosmopolitan Hotel), wir hatten wieder einen Party Bus. Ich fand die Musik am Anfang nicht so berauschend, doch es wurde richtig lustig. Adam bestellte einen Kurzen, der 20$ kostete und mega seltsam war. Er schmeckte nach Zimt und war irgendwie scharf. Am Ende hatte ich nur noch übertrieben Hunger und meine Füße schmerzten. Da ich viel getanzt hatte, war das aber auch kein Wunder. Das Beste daran war, es war ein Zeichen, dass es spät am Abend oder eben früh am Morgen war. In Las Vegas schließen die Clubs nicht so früh wie in San Diego.
Am nächsten Tag schliefen wir ewig. Ich war zwar öfter wach, aber war vom Abend davor noch müde, sodass ich immer wieder einschlief. Erst gegen Spätnachmittag verließen wir mal das Zimmer, um uns etwas zu Essen zu suchen. Wir liefen ein Teil des Strips entlang und schossen Bilder. Es ist schon unfassbar, was dort alles für Hotels stehen. Sie haben so viele Statuen nachgebaut, wie die Freiheitsstatue… Ich hatte aber überhaupt kein seltsames Gefühl oder Angst. Wir sahen leider auch einige Obdachlose, auf unserer kurzen Sightseeingtour. Nach dem Essen fuhren wir mit einem Uber zum Stratosphere Tower (2000Las Vegas Blvd). Das ist eine der höchsten Aussichtsplattformen und da es bereits spät am Abend war, ging die Sonne langsam unter. Wir konnten super Bilder machen. Ich muss nur unbedingt meine Kameraeinstellungen studieren, da meine Bilder etwas verschwommen waren. Mir war leider so kalt, da ich irgendwie erwartet hatte, dass es in Las Vegas heißer war und ich eine kurze Hose anhatte. Ich konnte die Aussicht nicht so genießen, tröstete mich aber damit, das ich mit Tine nochmal komme, um dort zu essen. Direkt danach mussten wir schon wieder zurück, um uns für die nächste Party zu richten. Ich hab nicht wirklich viel vom Strip gesehen. Deshalb bin ich froh, nochmal mit Tine zu kommen. Meine Motivation zum Party machen war auch eher im Keller. Doch ich zwang mich, mitzugehen und dachte, dass ich nicht lange bleibe. Der Club hieß Hakkasan und war im MGM Grand Hotel, es hat dort verschiedene Level. Im größten Bereich (Techno) fand ich es aber viel zu voll. Deshalb sind wir dann in einer kleinen Gruppe in den Club darunter, in dem Hip Hop lief. Um halb zwei gingen wir was essen und dann spielte Anais einmal im Casino, gewann und nahm die Chips für Zuhause als Andenken mit. Wir machen noch ein paar Außenbilder bei Nacht, die verwackelt sind, da ich mich mit der Einstellung meiner Kamera noch nicht beschäftigt habe. Es war auch schon vier Uhr, als wir zwei ins Bett fielen. Am nächsten Tag hatten wir um 10 Uhr Abfahrt. Es ging zum Shopping Outlet vor Las Vegas, in dem man 50% Rabatt bekommt. (Fashion Outlet of Las Vegas 32100 Las Vegas Blvd) Ich kaufte mir einen Geldbeutel bei MC, den ich wirklich liebe. Ich hatte meinen alten dabei, den ich in der USA wegschmeiße. Ich find es einen ganz guten Weg, sich von geliebten Sachen zu trennen. In Thailand hatte ich meine Lieblingshose weggeschmissen und mein Tigerkleid. Beides war nicht mehr so schön aber ich konnte mich nie trennen und dort musste ich es dann, weil ich nicht alles mit Heim nehmen konnte, durchs shoppen. Anais brachte mich in einen Shop, den ich jetzt liebe. Im BCBG Max Azira gibt es so schöne Klamotten, die aber wirklich teuer sind. Doch die Qualität der Stoffe ist der Hammer. Ich glaube, dass die Bluse die ich kaufte, auch Luisa von Style-Roulette (Bloggerin) hat. Zum Ende hin verlor ich Anais und ging deshalb alleine zurück zum Bus. Ich machte mir echt Sorgen, weil ich sie nicht mehr fand und sie auch nicht beim Bus war. Ich rannte nochmal alles vergebens ab. Sie war die Letzte, die noch fehlte. Meine Lunge brannte so, als ich sie endlich gefunden hatte. Sie hatte mich auch gesucht, aber erst zu spät gemerkt, dass sie beim Treffpunkt zur Abfahrt vom Bus sein müsste. Die Fahrt über versuchte ich zu schlafen oder schaute auf dem kleinen Fernseher vorne im Bus ein Video. Der Ton war aber sehr leise und ich verstand auch nicht alles. Irgendwann taten mir so die Knie vom Sitzen weg, dass ich so froh war, als wir endlich beim Campus waren.
Las Vegas war sehr beeindruckend, aber viel zu kurz. Hauptsächlich waren wir nur zum Party machen, wir haben viel zu wenig gesehen. Ich konnte es gar nicht realisieren, dass ich in Las Vegas war – es war so normal. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, aber irgendwie etwas Anderes. Doch ich freu mich, den Strip beim nächsten Mal abzulaufen. Ich habe ganz oft bei den Ausflügen das Gefühl, dass ich gar nicht die Zeit habe, wirklich was zu sehen. Vor allem kann ich nicht das anschauen, was ich gerne würde. Ja, ich bin echt ein Mensch, der nicht für Gruppenreisen ist. Das hab ich schön bei meinem Urlaub in Brasilien gemerkt. Ich konnte aber in dieser Nacht wieder nicht schlafen, obwohl ich todmüde war. Zum Glück hatte ich vor, am Montag mein Handy zu holen und konnte deshalb nicht in den Unterricht. Aber dazu in meinem nächsten Wochenbericht.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s