Las Vegas Baby

10. Woche
Wir sind ziemlich früh aufgestanden, obwohl wir echt fertig waren. Die anderen im Hostel waren wirklich lange wach und haben so Lärm gemacht. Wir packten unsere Sachen und kauften im Trader Joe’s noch Frühstück und Wasser. Dann ging es los von Santa Barbara nach Ontario, um dort dann zu frühstücken, aber wir hatten vorher schon solchen Hunger. Wir tanken und frühstückten und fuhren dann weiter. Da der Ort noch sehr groß war, fuhren wir weiter nach Victorville. Ich wurde so müde und Tine schlief, ich musste mich so zusammenreißen beim Fahren. Im Ort angekommen schliefen wir erst mal und wachten nach einer Stunde erholter auf. Wir tauschten die Plätze und fuhren weiter nach Barstow. In diesem Ort fanden wir eine nette Dame in einem Museum, die uns erklärte, wo wir ein Museum für die Road 66 finden. Nur leider hatte das geschlossen und macht nur von Freitag bis Sonntag auf. Weshalb wir uns auf die 40 North nach Ludlow aufmachten. Kurz nach der Auffahrt kam ein Schild mit History Road 66, dem wir folgten. Die Roadtrip 66 ist parallel zur Autobahn. Anfangs war die Straße ja noch schön, dann wurde sie aber echt brüchig und wir mussten 20 Meilen fahren. Die Landschaft ist wirklich sehenswert. Wir hielten einmal, um Bilder zu machen und die Road 66 Straße fest zu halten. Leider war die Straße schlecht befahrbar und Tine hatte schon Angst um das Auto, weshalb wir nicht die ganze Strecke auf der Road 66 gefahren sind. Ludlow ist ein sehr verlassener Ort, mit alten zerfallenen Häusern – ist ein spannende Kulisse. In Amboy gibt es einen Mann, der ganz alleine alles instand hält. Bei ihm kauften wir Road 66 Bier und fuhren weiter nach Kelso. Leider ging mein Google maps nicht mehr und wir hatten nicht so lange Zeit, weshalb wir statt bei Cima und Nipton zu Baker auf den Freeway fuhren. Die Sonne ging langsam unter und wir hatten einen super Sonnenuntergang in der Wüste, mit den vielen Steinen/Sandbergen. Da ich leider Zahnweh, Kopfweh und Bauchweh hatte, konnte ich es nicht so genießen. Doch es ist ein Hammergefühl die Road 66 abzufahren. Es kommen einem fast keine Autos entgegen und am Straßenrand sind fast nur verfallene Häuser. Die Route von Michi (einem Bekannten) ist echt zu empfehlen. Es war schon dunkel, als wir Las Vegas erreichten. Die Stadt ist bei Nacht echt heftig mit ihren Beleuchtungen und verschiedenen Hotels. Wir checkten ins Rio Hotel ein und bezogen die Zimmer. Ich finde auf Bildern sehen Hotels immer viel moderner aus und in echt ist es echt schäbig. Doch das Zimmer war riesig und wir haben zwei große Queensizebetten, jeder sein eigenes. Die Aussicht war auch der Hammer, wir konnten das Riesenrad sehen. Ich war so müde, wir waren ab halb neun bis acht Uhr abends unterwegs. Das strengt an und mein Kopfschmerz war nicht besser.


Am ersten Morgen in Las Vegas haben wir das erste Mal keinen Wecker gestellt. Doch ich war wieder um Acht wach. Tine schlief noch länger. Ich machte mir Frühstück im Bett und genoss die Aussicht. Wir entschieden uns erst mal an den Pool zu gehen und die Sonne zu genießen. Es hatte endlich mal 30 Grad. So liebe ich das Wetter, wobei es auch am Pool sehr heiß war. Wir blieben den ganzen Nachmittag und trainierten dann im Fitnesscenter. Mein Muskelkater war auch wieder vergessen, so nahmen wir uns über eine Stunde Zeit. An diesem Abend wollten wir den Strip ablaufen und ein süßes Restaurant suchen. Das Hotel bietet einen Shuttle an, mit dem wir zum Harrah Hotel sind. Wir fanden ein Pizzarestaurant, das nicht ganz so teuer war. Ich mag zwar die Pizzen nicht ganz so wie in Deutschland, aber ich hatte Lust darauf. Endlich sind wir den Strip entlanggelaufen. Das hab ich bei meinem letzten Besuch in Las Vegas leider nicht geschafft. Bei Nacht ist es viel schöner und um einiges beeindruckender als am Tag. Tine hatte eine Rooftopbar rausgesucht, die beim Mandala Bay ist. Das Hotel ist sehr schön von der Aufmachung und wirkt sehr nobel. Die Bar hatte ein bisschen was von einem Club, auf Podeste tanzen Frauen mit knapper Kleider im arabischen Style. Die Aussicht von der Terrasse war wirklich umwerfend. Es war sehr viel los, weshalb wir lange warten mussten, bis wir Bilder machen konnten, auf denen nicht andere Menschen waren. Ich wollte noch zum Welcome Fabuloses Las Vegas Schild, dort half uns eine Frau beim Bilder machen. Der erste Tag in Las Vegas war super erholsam, nach dem vielen Sightseeing in Los Angeles. Es ist auch endlich warm, fast schon zu heiß, aber jetzt merkt man, dass man in der Wüste von Las Vegas ist.


Tine und ich machten uns auf zum Shoppen, wir fuhren zum Outlet im Norden. Ich fand ein paar Airmax von Nike, die ich für abendliche Discobesuche wollte. Es war so heiß, dass wir nach dem Outlet beschlossen, dass wir lieber wieder an den Pool gehen, statt noch ins South Outlet zu fahren. Es war so angenehm am Wasser, wir genossen es, dass es warm genug war, um im Bikini zu sein. Ich schrieb am Pool meinen Blogpost. Abends sind wir ins 1Oak im Mirage, der Eintritt und ein Getränk war umsonst. In Los Angeles hatte uns unsere Mitbewohnerin vom Hostel den Tipp gegeben, dass wir uns in Instagram Promoter suchen sollen, über die Frauen in Clubs keinen Eintritt zahlen. Die Musik war fast nur Hip Hop und aktuelle Lieder, sodass Tine und ich das Tanzen genossen. Es wurde bereits morgens als wir zurück zum Hotel fuhren.


Erst mal war ausschlafen angesagt, dann gingen wir ins Fitnesscenter. Ich war abends so kaputt, dass ich am liebsten nichts mehr gemacht hätte, doch Tine sagte: “Wir sind in Las Vegas“. So sind wir wieder über einen Promoter zu The Bank im Bellagio. Das Bellagio ist echt exklusiv, im Inneren sind Läden wie Gucci, Versage, LYS… Wir blieben aber nicht lange, da die Musik nicht die Unsere war. Mit dem letzten Shuttle fuhren wir zum Hotel. Am nächsten Morgen war Packen angesagt. Wir verließen das Hotel, was mit dem vielen Gepäck immer echt anstrengend war. Dann machten wir uns auf zum Hoover Dam. Es war extrem heiß und ich war echt froh über unsere Klimaanlage im Auto. Der Hoover Dam ist wirklich beeindruckend riesig, vor allem wem man bedenkt, wann er erbaut wurde. Ich habe immer den Film im Kopf, den wir im Dezember in Deutschland angeschaut haben. In dem ging es um den Hoover Dam und San Francisco. Danach fuhren wir zum Grand Canyon. Wir waren echt unsicher wo wir hin sollten. Das Gebiet ist echt riesig und wir mussten wieder zurück nach Las Vegas, weshalb wir nicht zu weit fahren konnten. So fuhren wir zum Skywalk beim Northeim Rim , in der Hoffnung in der Nähe Bilder machen zu können. Doch der Eintritt war uns zu teuer und so fuhren wir zu einer kleinen Ranch in der Nähe, die wir bei der Anfahrt gesehen haben. Dort konnte man mit dem Helikopter in den Grand Canyon fliegen. Der Preis war der günstigste, den wir fanden, alle Prospekte oder Internetseiten waren teurer. Ich war echt aufgeregt, das erste Mal Helikopterflug. Doch es war nicht so beeindruckend und aufregend wie erwartet. Ich war ein bisschen enttäuscht, da ich mir die Felsen viel rötlicher vorgestellt hatte. Nach dem Flug fuhren wir nach Las Vegas zurück um ins Stratosphere einzuchecken. Wir waren so hungrig und erledigt, doch wir mussten drei mal zu Rezeption, da unsere Karte nicht funktionierte. Wir bekamen dadurch ein besseres Zimmer. Völlig müde legten wir uns ins Bett um zu schlafen, doch ich konnte nicht einschlafen und las noch lange.
Morgens wollten wir uns erkundigen, was wir noch am Sonntag machen könnten. Tine bekam von einem Bekannten einen guten Tipp und so wollten wir eine Tour in den Antelope Canyon machen. Doch die guten Touren waren ausgebucht und wir warteten zu lange mit der Entscheidung, sodass es keine Tour mehr gab. Ich ärgerte mich maßlos, da die Bilder so toll aussahen und ich eigentlich dachte, das der Grand Canyon ein Highlight wird und ich bisher eher enttäuscht war. Ich hatte schrecklich schlechte Laune und sog mich auf Zimmer zurück, während Tine beim Pool blieb. Mich ärgert es bis heute noch und ich empfehle jedem rechtzeitig die wichtigsten Dinge zu buchen. Abends sind wir ins Hakkasan im MGM Hotel, das ist einer der größten Clubs in Las Vegas. Doch es ist immer sehr voll und ich war sehr unmotiviert.


Am nächsten Tag liefen wir über den Strip und schauten uns die Hotels von innen an. Im Caesars Palace gibt es eine Einkaufspassage, deren Decke wie der Himmel bemalt ist. Wir bummelten ein wenig und ich aß ein Eis. Es lohnt sich wirklich, die einzelnen Hotels anzuschauen, sie haben sehr beeindruckende Inneneinrichtung. Wir suchten uns auf dem Strip eine Bude, bei der Tickets verbilligt werden. Dort ergatterten wir Karten für die Chippendales im Rio Hotel und fuhren mit dem Shuttle zum Hotel (Rio Hotelshuttle vom Harry Hotel). Leider hatten wir keine Zeit uns umzuziehen, Mittags sind wir in leichten Klamotten los und haben uns nicht so viel Mühe gegeben. Die anderen Frauen waren sehr schick gemacht und hatten High Heels an. Die Show war wirklich gut und auch sehr lustig, man sah mal wieder, dass die US Amerikaner nicht so prüde sind, wie sie immer tun. Ich hatte etwas Angst auf die Bühne zu müssen, da wir durch Glück neue Plätze bekamen und ich direkt an der verlängerten Bühne saß. Doch ich hatte Glück und genoss in Ruhe die Show. Das war ein krönender Abschluss für Las Vegas. Eine Woche waren wir jetzt in der Stadt und hatten trotzdem noch lange nicht alles erlebt. Zum Ausklang gingen wir noch auf den Turm vom Stratosphere und tranken einen Cocktail. (Das Hotel ist sehr weit unten am Strip, man braucht recht lange zu den größeren Hotels. Im Preis der Übernachtungen ist ein Besuch des Turms enthalten und das Burgerrestaurant ist sehr lecker).

 

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