​Zwischen Heimweh und Abschiedsschmerz

15 Woche

Samstag blieb ich einfach den ganzen Tag auf meinem Zimmer. Ich hatte das Bedürfnis mich zu verkriechen.  Es sollte an dem Tag etwas bewölkter sein und gegen später regnen. Mein Rücken schmerzte immer noch und ich hatte Heimweh. So las ich den ganzen Tag und aß unsere Reste vom Supermarkt. 

Sonntags nötigte ich mich, aus dem Haus zu gehen und etwas zu machen. Ich war so unmotiviert. Ich lief in die Innenstadt und war eine Stunde unterwegs. Ich aß Eis und setze mich in eine Bar. Durch Zufall war ich an dieser vorbeigekommen. Dort wurde die Europameisterschaft übertragen und ich konnte mir das erste Spiel von Deutschland anschauen. Ich freute mich total, dass ich das erste Spiel nicht verpasste.  In der Bar wurde ich von einem Herrn angesprochen, der um die vierzig war. Er ist beruflich oft in Deutschland und wollte sich mit mir unterhalten. Am Ende wurde er aufdringlich und ich war froh, dass ich schnell verschwinden konnte. Im Supermarkt wurde ich auch von einem Mann angesprochen und einer schaute mir aus dem Auto lange hinterher. Ich hatte schon gehört, dass Frauen in der USA öfter Komplimente bekommen oder nach ihrer Nummer gefragt werden.  Aber es war an dem Tag sehr auffällig und unangenehm, da ich ja alleine unterwegs war und ungeschminkt. In der USA finden Männer Frauen ungeschminkt viel attraktiver. Ich habe mittlerweile aber auch eine schöne Bräune bekommen. Ich schminke mir seitdem sehr selten. Meine Unternehmungslust kam langsam zurück. 

Montags lief ich bis zum Balboa Park, um dort die Karten für den Hop on Hop off Bus zu kaufen. Ich hatte beschlossen, mir noch ein bisschen was von Miami und Miami Beach anzuschauen.  Ich wusste vorher gar nicht, dass Miami Beach eine Insel ist und ich glaubte, dass sie auch nur mit dem Auto erreichbar wäre. Ich fuhr mit dem Bus zu meinem Hotel und legte mich da ganz dreist an den Pool. Das Hotel ist echt super (Grand Beach Hotel). Später fuhr ich wieder mit dem Bus nach Miami Festland und machte die Downtown Tour. Dort stieg ich in der Nähe meines Airbnb aus und lief nur vier Minuten nach Hause. In Little Havanna leben Mexikaner und dort gibt es viele Lokale die Mexikanischen Essen verkaufen. Ich hatte echt Heimweh, am liebsten wäre ich schon nach Hause geflogen. Doch nach dem schönen Tag am Pool war ich happy. Am Abend schaute ich über YouTube einen Tatort.

Am nächsten Tag fuhr ich zum Ihop und frühstückte dort das letzte Mal. Ich wollte nochmal die Crêpes essen. Danach führ ich mit dem Hop on Hop off Bus die Miami Beach Tour zum Stand am Süden. Dort genoss ich nochmal den letzten Strandtag. Es war ein super schöner Tag und es war wieder sehr heiß. Ich legte mich direkt ans Meer. Der Strand war so unfassbar schön, sodass ich gar nicht nach Hause wollte. Ich wanderte in der Gegend herum, an den Strand und dann über den Park zurück.  Dort gab es gerade eine Aktion mit Eiscreme. So bekam ich ein Eis umsonst und ich sah ein Fitnesscenter, das im Freien war. Schade, dass ich mit Nadine und Benni nicht am selben Strandabschnitt war. Abends beim Hop on Hop odf Bus hatte ich einen mega netten Guide, sodass meine letzte Tour richtig witzig war. Abends packte ich meinen Koffer und versuchte früh zu schlafen. 

Am nächsten Tag hatten ich Glück, mein Gastbruder bot mir an mich an den Flughafen zu fahren. Er war wirklich nett. So sparte ich das Uber, was an den Flughafen immer teuer ist. Ich hatte viel Zeit und schrieb meinen Blogpost. Jetzt war es Zeit Abschied zu nehmen. Ich werde die Sonne und meine Freiheit vermissen, die Abenteuer und Strände. Es war eine schöne Zeit, ich war froh diesen Schritt gewagt zu haben. Ich habe mich verändert und besser kennengelernt. Jetzt freute ich mich auf Zuhause, meine Familie und Freunde. Endlich nach vier Monaten, wieder auf mein Pferd steigen und mit ihm durch unsere Wälder reiten. Mit meinen Freunden den Sommer genießen und meine Katze zu kuscheln. Ich war aufgeregter nach Hause zu fliegen, als beim Abflug. Ich konnte im Flugzeug nicht schlafen. In Deutschland ging alles ziemlich schnell. Ich hatte meinen Koffer als erstes und verließ schnell den Flughafen. Meiner Mama ihr Mann holten mich ab und fuhren mich zu meinem Dad. Mit meinem Auto ging es erst mal zum Pferd. Der konnte es erst nicht fassen und war sehr kuschelbedürftig. Ich hatte ihn vermisst, vor allem nach dem Skypen in Las Vegas. Meine Katze legte sich jedes Mal, wenn ich auf dem Sofa war, auf mich. Deutschland Heimat. Eigenes Bett, Auto, Schrank, Waschmaschine, Kühlschrank, Küche. Abends besuchte ich einen Freund und um 12 ging ich ins Bett. Ich schlief sofort ein und freute mich auf meine zwei Wochen daheim, bevor ich wieder ins Pavillon zum Arbeiten gehe. Am schönsten ist es für mich Zuhause, dass ich dort wo meine Freunde, Familie und vor allem mein Pferd ist, bin.  

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2 Gedanken zu “​Zwischen Heimweh und Abschiedsschmerz

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